Was kann man gegen Spielsucht machen?

So legen Sie die Spielsucht ab!

Zwischen 100.000 und 300.000 Menschen leiden nach statistischen Erhebungen der Krankenkassen allein in Deutschland unter Spielsucht. Sie haben vielfach die Kontrolle über ihr Leben abgegeben und versuchen mit immer höheren Einsätzen Alltagsproblemen und negativen Gefühlen aus dem Weg zu gehen. Glücksspiele nehmen nicht selten den Status eines Seelentrösters an. Das Risiko wird ganz bewusst in Kauf genommen. Sind Sie oder jemand in Ihrem Umfeld betroffen dann holen Sie sich den Spielsucht Ratgeber für Angehörige?

Dann finden Sie hier Antworten auf die Frage: Was kann man gegen Spielsucht machen?

Eine Behandlung birgt kein eigenes finanzielles Risiko

In Deutschland gilt eine allgemeine Krankversicherungspflicht.

Das heißt: Alle Personen müssen über einen Schutz für Gesundheitsrisiken verfügen. Das ist deshalb von Bedeutung, weil damit jeder professionelle Hilfe erhält. Seit dem Jahr 2001 haben die Versicherungsträger pathologisches Glücksspiel als Krankheit anerkannt und damit beispielsweise der Sucht nach Alkohol gleichgestellt. Finanzielle Risiken bestehen nicht. Hilfen gibt es übrigens nicht nur von den Krankenkassen, sondern auch von den Rentenversicherungsträgern.

Konkrete Anlaufstellen: Was kann man gegen Spielsucht machen?
Es gibt eine Reihe an Anlaufstellen, die Betroffenen offenstehen. Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen und Kliniken informieren Sie gerne. Betroffene müssen sich meist einer Therapie unterziehen. Diese soll zu einer Entwöhnung führen. Süchtige erlernen Bewältigungsstrategien. Die Krankenkassen unterscheiden zwischen zwei Formen der Therapie: der ambulanten und stationären Behandlung. Welche im konkreten Fall notwendig ist, muss mit einem Arzt abgestimmt werden.

Der Ablauf der Therapieformen

Die beste Antwort auf die Frage „Was kann man gegen Spielsucht machen?“ lautet: Sich professionelle Hilfe suchen. Denn dadurch steigt die Aussicht auf Erfolg immens. Die Abläufe der ambulanten und stationären Therapie folgen einem standardisierten Schema. Für die ambulante Behandlung sieht das folgendermaßen aus:

  • Erstgespräch. Hier wird der Leidensdruck ausgiebig thematisiert. Die berufliche und private Situation wird besprochen.
  • Motivation. In dieser drei monatigen Phase erfolgt eine Betreuung durch Psychotherapeuten. Der Erfahrungsaustausch kann durch Gruppensitzungen erweitert werden.
  • Rehabilitation. Diese Phase dauert mit mindestens neun Monaten am längsten. Die Konfrontation mit dem Fehlverhalten erfolgt. Lösungswege werden skizziert.
    Demgegenüber ergeben sich auch stationäre Lösungen für die Frage „Was kann man gegen Spielsucht machen?“. Diese sehen wie folgt aus:
  • Verhaltensanalyse. Hier wird die Hintergrundproblematik analysiert. Meist vereinbart man auch einen Therapievertrag, der die Ziele der Behandlung aufführt.
  • Erarbeitung der Hintergrundproblematik. Spielsucht tritt nicht grundlos auf. Deshalb sind private und berufliche Probleme aufzuarbeiten. Depressionen, Kontaktstörungen und manches anderes stellen auch Themen dar.
  • Erlernen von Bewältigungsstrategien. Spielsüchtige stoßen außerhalb einer geschlossenen Einrichtung auf viele Versuchungen, die sie in alte Muster zurückführen können. Um diesen Rückfällen zu begegnen werden spielerisch Bewältigungsstrategien erarbeitet.
    Generell lässt sich festhalten, dass leider keine Therapie zu einem 100-prozentigen Erfolg führt. Viele Spielsüchtige werden daher nach einiger Zeit rückfällig und müssen dann erneut eine Behandlung aufnehmen.

Zusammenfassung: Was kann man gegen Spielsucht machen?

Der Ausgangsproblematik Spielsucht muss durch eine professionelle Behandlung abgeholfen werden. Nicht ohne Grund wird das unkontrollierte Wetten von den Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern als Krankheit eingestuft. Eine professionelle ambulante und stationäre Therapie ist für jeden in Deutschland ohne eigenes finanzielles Risiko erhältlich. Daher sollte bei Vorliegen der Spielsucht die erste Adresse immer der Hausarzt sein.